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Diabetes mellitus

Behandlungsrichtlinien des Typ I- und Typ II-Diabetes

Beim Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist zwischen dem angeborenen juvenilen Diabetes des Kindes- und Jugendalters (Typ I-Diabetes) und dem Erwachsenen-Diabetes (Typ II-Diabetes) zu unterscheiden.

Der Typ I-Diabetes wird auf einen angeborenen Insulinmangel zurückgeführt. Er muss üblicherweise bereits bei seinem diagnostischen Nachweis mit Insulingaben behandelt werden und erfordert eine besonders gewissenhafte und konsequente Blutzuckereinstellung, um frühzeitige gefässbedingte Folgeschäden nach Möglichkeit zu vermeiden. Der juvenile Diabetiker zeigt in der Regel hinsichtlich seiner Konstitution einen normal- bis leicht untergewichtigen Körperbau.

Der Typ II-Diabetes entwickelt sich meisst allmählich über mehrere Jahre, vorwiegend im mittleren bis höheren Lebensalter. Begünstigt wird die Entstehung eines Erwachsenendiabetes bei entsprechender Veranlagung vor allem durch Übergewicht, Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot. Daher kann ein Erwachsenen-Diabetes zum Zeitpunkt seines Nachweises oftmals über mehrere Jahre zunächst mit nicht-medikamentösen Allgemeinmassnahmen behandelt werden; diese beinhalten eine kohlenhydratarme Kost, zusätzliche Kalorienrestriktion und fettarme Ernährung bei gleichzeitiger Übergewichtigkeit und eine Motivationsbildung und Anleitung zu regelmässiger körperlicher Aktivität und Ausdauertraining, je nach Kondition und Gesundheitszustand durch regelmässiges Spazierengehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

Sofern diese Allgemeinmassnahmen auf Dauer keine hinreichende Blutzuckernormalisierung erreichen lassen, stehen verschiedene Medikamente zur Behandlung des Erwachsenendiabetes zur Verfügung. Mehrere Präparate in Tablettenform werden zusammenfassend als orale Antidiabetika bezeichnet. Zusätzlich kann auch im Falle des Erwachsenen-Diabetes eine Insulintherapie erforderlich sein.

Gemäss herkömmlicher Behandlungsstrategien kann zunächst versucht werden, ggf. über einige Jahre mittels oraler Antidiabetika eine hinreichende Blutzuckernormalisierung zu erreichen; zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Wirkung dieser Präparate nachlässt, kann die Behandlung auf Insulin umgestellt werden. Konventionell erfolgt die Behandlung mit Depot-Insulinen mittlerer Wirkungsdauer, welche ein- oder zweimal pro Tag verabreicht werden. Bei Erforderniss ist auch eine Kombination von Insulin und oralen Antidiabetika möglich.

Neuere Behandlungskonzepte propagieren hingegen auch beim Erwachsenendiabetes eine frühzeitige Umstellung auf Insulin, wenn nicht-medikamentöse Allgemeinmassnahmen keine ausreichende Blutzuckernormalisierung bewirken. Die Befürworter einer solchen frühzeitigen Insulinbehandlung gehen davon aus, dass sich auf diesem Wege spätere diabetische Folgekomplikationen, insbesondere gefässbedingte Schäden, mit höherer Effektivität vermeiden bzw. hinauszögern lassen. Änlich wie beim juvenilen Diabetes kann auch im Falle eines Erwachsenendiabetes die Insulinbehandlung nach Art einer sogenannten intensivierten Insulin-Therapie durchgeführt werden. Hier erhält der Patient eine tägliche Grundversorgung mit einem lang wirkenden Verzögerungsinsulin (Basalinsulin), und der Patient lernt, bei jeder Mahlzeit die jeweils erforderliche Menge eines schnell wirkenden Insulins (Altinsulins) zusätzlich zu injizieren.

 

Behandlungsangebote der Meduna-Klinik

In der Meduna-Klinik können unter anderem auch Patienten mit Diabetes mellitus unter stationären Bedingungen therapeutisch eingestellt werden. Neben informierenden Gruppenveranstaltungen zu diesem Krankheitsbild finden individuelle Ernährungsberatungen und spezielle Diabetikerschulungen statt. Zusätzlich kann die jeweils erforderliche medikamentöse Therapie eingeleitet bzw. optimierend modifiziert werden. Die krankengymnastisch-physiotherapeutische Abteilung unserer Klinik ermöglicht die Durchführung eines auf den Einzelfall abgestimmten Bewegungstrainings. Zur Erfassung möglicher diabetischer Folgeschäden, welche vorwiegend das Herz-Kreislauf- und Gefäss-System betreffen, stehen umfangreiche diagnostische Einrichtungen zur Verfügung.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

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