Homepage, Verfasser
Einführung
Fettstoffwechselstörungen
Diabetes mellitus
Harnsäureerhöhungen
Schilddrüsenerkrankungen
Seltenere Störungen
Diagnostische Einrichtungen
Organisatorische Hinweise
Hinweise f. Privatpatienten
Hinweise f. Kassenpatienten
Klinikdaten
Kontakt
weitere Internetseiten
Bildgalerie
Schilddrüsenerkrankungen

Allgemeines

Die Schilddrüse besteht aus zwei Drüsenlappen, welche in der Halsregion beidseits des Kehlkopfes tastbar sind. Eine abnorme Vergrösserung der Schilddrüse wird als Struma bezeichnet. Bei einer Gewebsvermehrung ohne Knotenbildung spricht man von einer diffusen Struma (Struma diffusa), falls zusätzlich Schilddrüsenknoten vorhanden sind, liegt eine Knotenstruma (Struma nodosa) vor.

Die Schilddrüse produziert zwei gleichartig im Organismus wirkende Schilddrüsenhormone, das Thyroxin (T4) und das Trijodthyronin (T3). Gesteuert wird die Aktivität der Schilddrüse von einem Hormon der Hirnanhangdrüse, dem sog. TSH. Die Schilddrüsenhormone sind an der Regulierung bzw. Beeinflussung zahlreicher Stoffwechselfunktionen und vegetativer Abläufe beteiligt. Aus diesem Grunde sollen bei einer Darstellung zum Thema Stoffwechselstörungen auch Aspekte der Schilddrüsenfunktionsstörungen berücksichtigt werden.

 

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Eine Schilddrüsenüberfunktion führt zu diversen möglichen Symptomen wie Gewichtsverlust, Durchfallneigung, Herzrasen und Arrhythmien, Blutdruckerhöhung, gesteigerter Nervosität, Schlafstörungen, Unwohlsein in warmen Räumen, Schweissneigung, Zittrigkeit der Hände. Zusätzlich begünstigen überhöhte Schilddrüsenhormone Blutzuckererhöhungen.

Mehrere Ursachen können einer Schilddrüsenüberfunktion zugrunde liegen. Im Falle von autonomen Adenomen führen übermässig hormonproduzierende Schilddrüsenknoten zur Überfunktion der Schilddrüse. Beim Morbus Basedow liegt andererseits eine generalisierte Überfunktion des gesamten Schilddrüsengewebes ohne Knotenbildung vor.

Zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion stehen verschiedene medikamentöse, nuklearmedizinische und operative Verfahren zur Verfügung. Die Art der Therapie richtet sich nach Ursache und jeweiligem Einzelfall.

 

Nachweis eines hormonproduzierenden Knotens in der
Schilddrüse (autonomes Adenom)

 

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion können Symptome entstehen, welche denen einer Schilddrüsenüberfunktion konträr sind. So besteht bei einer Unterfunktion der Schilddrüse oftmals eine Neigung zu Übergewichtigkeit, weiterhin Verstopfung, niedriger Blutdruck bei relativ langsamem Puls, vermehrte Müdigkeit und Schlafneigung, übermässige Wärmebedürftigkeit bei Neigung zu übersteigertem Frieren. Zusätzlich können teigige Gewebsschwellungen (Myxödeme) an Augenlidern, Beinen und anderen Körperstellen auftreten.

Auch einer Schilddrüsenunterfunktion können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Nach einer durchgeführten operativen Entfernung von Schilddrüsenanteilen kann eine Unterfunktion in Folge eines Mangels vorhandenen hormonproduzierenden Schilddrüsengewebes entstehen. Zusätzlich können mehrere entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse zu einer Zerstörung von Schilddrüsengewebe mit nachfolgendem Hormonmangel führen. Diese verschiedenen entzündlichen Krankheitsbilder verlaufen teils relativ akut, teils aber auch schleichend fortschreitend über mehrere Jahre, so dass Patienten mitunter zunächst über längere Zeit unbemerkt eine allmählich zunehmende Schilddrüsenunterfunktion entwickeln können. Aus diesem Grunde sollte in jedem Falle unklarer, auch unspezifischer chronischer Beschwerden der vorbeschriebenen Art eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostisch ausgeschlossen werden.

Die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion besteht in der ersatzweisen Verabreichung von Schilddrüsenhormonen in medikamentöser Form (Tabletten), welche den Mangel an Schilddrüsenhormon ausgleichen.

 

Euthyreote Struma

Vergrösserungen der Schilddrüse bei normalen Hormonspiegeln werden als euthyreote Struma bezeichnet. Es kann sich um diffuse oder knotige Strumen handeln. Zur Vermeidung einer noch weiteren Grössenzunahme können jodid- und / oder schilddrüsenhormonhaltige Medikamente verabreicht werden. Diese Präparate können auch eine gewisse Verkleinerung im Falle diffuser Strumen bewirken. Sofern grössere Strumen zu Verdrängungserscheinungen der Halsorgane mit hieraus resultierenden Beschwerden führen (z.B. Schluckstörungen oder Atemnot), kann eine chirurgische Entfernung der Struma ins Auge gefasst werden.

 

Behandlungsangebote der Meduna-Klinik

In der Meduna-Klinik können im Falle vermuteter oder bereits bekannter Schilddrüsenerkrankungen differenzierte Hormonanalysen und immunologische Laboruntersuchungen veranlasst werden, um die Art der jeweiligen Erkrankung präzise abzuklären. Als bildgebendes Verfahren steht eine hochauflösende Ultraschalldiagnostik mit verschiedenen Analysen der regionalen Schilddrüsendurchblutung zur Verfügung (konventioneller Farbdoppler, DPI-Mode / Digital Power Imaging). Sofern erforderlich, können darüberhinaus auch ergänzende nuklearmedizinische Schilddrüsenuntersuchungen (Szintigraphien) bei ärztlichen Kooperationspartnern entsprechender Fachrichtung in Auftrag gegeben werden.

 

Copyright: Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182

 

[Homepage, Verfasser]
[Einführung]
[Fettstoffwechselstörungen]
[Diabetes mellitus]
[Harnsäureerhöhungen]
[Schilddrüsenerkrankungen]
[Seltenere Störungen]
[Diagnostische Einrichtungen]
[Organisatorische Hinweise]
[Hinweise f. Privatpatienten]
[Hinweise f. Kassenpatienten]
[Klinikdaten]
[Kontakt]
[weitere Internetseiten]
[Bildgalerie]